GTD

Getting Things Done

deutsch: Wie ich die Dinge geregelt kriege

GTD ist ein von David Allen begründetes Selbst-/Zeitmanagementsystem, das im Wesentlichen aus den folgenden Elementen besteht:

  1. Erfassen
    1. Sammeln aller Aufgaben und Ziele in einem gemeinsamen Eingangskorb.
    2. So wenige "Eingänge" wie möglich, so viele "Eingänge" wie nötig.
  2. Durcharbeiten
    1. Für jede Aufgabe entscheiden, wie damit umgegangen werden soll
    2. Wenn nichts zu tun ist:
      • Wegwerfen oder
      • Liste "Vielleicht/ Irgendwann" oder
      • Infos in Ablagereferenz
    3. Wenn etwas zu tun ist: Festlegen eines konkreten ersten Schrittes für jede Aufgabe (Aufbrechen großer Projekte in einen ersten überschaubaren konkreten Schritt zur Lösung):
      • Erledigen (wenn in 2 Minuten zu schaffen) oder
      • Delegieren und in Liste "Warten auf" aufnehmen oder
      • Eintragen in Terminkalender oder
      • Eintragen in Liste "Nächste Schritte" nach Fälligkeit und Ort (Telefon, Zuhause, etc.).
      • Besteht die Aufgabe aus mehreren Schritten, neues Projekt anlegen.
  3. Organisieren
    1. Alles Durchgearbeitete wieder auffindbaren Kategorien zuordnen:
      • Projekte: Alle Aufgaben, die aus mehreren Schritten bestehen.
      • Termine: Schritte, die zu einem bestimmten Termin durchgeführt werden (müssen).
      • Nächste Schritte: Maßnahmen, die ab sofort und baldmöglichst zu erledigen sind.
      • Warten auf: Delegierte Projekte und Schritte
    2. Unterkategorien für diese Listen anlegen, soweit sinnvoll und/oder notwendig:
      • Telefon,
      • Erledigungen,
      • Zuhause,
      • Computer
      • ...
    3. Listen für langfristige Ziele sowie Prinzipien, die die Arbeit beeinflussen
    4. Checklisten erstellen, wo nötig/sinnvoll
    5. Ablagesystem für allgemeines Referenzmaterial einrichten, das keiner Maßnahme zugeordnet ist, aber abrufbar bleiben muss.
    6. Ein (!) stets aktuelles System mit Erinnerungshilfen führen und mitführen:
      • Liste "Vielleicht/Irgendwann"
      • Kalender/Terminverwaltung
      • Wiedervorlage
      • Allgemeine Checklisten
    7. Projektbezogenes Material projektbezogen ablegen.
  4. Durchsehen
    1. Täglich Terminkalender und Maßnahmelisten durchsehen.
    2. Bei freier Zeit "Nächste Schritte Listen" durchsehen und einen der Schritte angehen und erledigen.
    3. Beim Abhaken eines Schrittes, Gedanken über den nächsten konkreten Schritt (zur Problemlösung, zum Projektziel) machen und diesen als neuen nächsten Schritt (Next Step) ablegen
    4. regelmäßiges Neuordnen:
      • wöchentlich Listen aktualisieren und fortschreiben
      • Listen mit Langfrist-Zielen, Prinzipien, Werten, Visionen so oft wie nötig aktualisieren (monatlich/vierteljährlic/jährlich)
  5. Durchführen
    1. Entscheiden, welche Maßnahme als nächste durchgeführt wird, abhängig von
      • Kontext: was ist gerade möglich
      • verfügbare Zeit und Energie
      • Prioritäten

Grundprinzip dabei ist es, den Kopf frei zu halten. Frei zu halten von "Ich darf nicht vergessen..."-Gedanken, genauso wie von Aufgaben die am momentan Ort oder zum momentanen Zeitpunkt (z. B. weil man noch auf etwas warten, bzw. einen anderen Schritt vorher ausführen muss) nicht ausgeführt werden können.

Ein Projekt ist jeder Vorgang, der mehr als einen Arbeitsschritt umfasst. Projekte sollen nach dem Modell natürlicher Planung in folgenden Schritten geplant werden:

  • Ziele und Rahmenbedingungen definieren
  • Sich das Ergebnis vorstellen (Outcome visioning)
  • Brainstorming. Viele Ideen zur Verwirklichung generieren und sammeln.
  • Organisieren. Ideen zu konkreten Schritten ordnen.
  • Nächste Schritte festlegen

Ein mögliches Hilfsmittel: Tiddlywiki
Ene Variante: Zen to done (PDF)

Quelle: Wikipedia-Artikel

Page last modified on 15.07.2011 18:50 Uhr